Fachanwalt

Der Titel Fachanwalt wird in Deutschland an Rechtsanwälte vergeben, die auf einem speziellen Fachgebiet besondere Kenntnisse und Erfahrungen nachweisen können. Die Bedingungen, unter denen man den Fachanwaltstitel erhalten kann, sind in Deutschland in der Fachanwaltsordnung festgelegt. Eine Statistik der Bundesrechtsanwaltskammer ermittelte im Januar 2012, dass 23,2 % der in Deutschland zugelassenen Rechtsanwälte mindestens einen Fachanwaltstitel führen. Niedergelassene Fachanwälte und Anwaltskanzleien gibt es beispielsweise in Taunusstein, Hamburg, Düsseldorf, Aschaffenburg, Berlin, Frankfurt, München, Essen, Köln und Stuttgart. Um den Titel erwerben zu können, muss ein Rechtsanwalt über eine Zulassung von mindestens drei Jahren verfügen. Außerdem müssen auf dem jeweiligen Rechtsgebiet besondere Kenntnisse in Theorie und Praxis nachgewiesen werden. Die theoretischen Kenntnisse werden in den meisten Fällen in einem 120 Stunden umfassenden Kurs erworben und werden in drei Klausuren abgefragt. Teilweise wird zusätzlich eine mündliche Prüfung in Form eines Fachgesprächs absolviert. Praktische Erfahrungen werden bei der Bearbeitung von Fällen aus dem betreffenden Rechtsgebiet gesammelt. Die Anzahl der nachzuweisenden Fälle variiert je nach Gebiet, so sind es etwa im Steuer- und  Informationstechnologierecht 50 Fälle, im Verkehrsrecht dagegen 160 Fälle.

Ähnliche Themenbereiche wie Rechtsberatung, Anwaltskanzlei und Rechtsanwaltskanzlei können über die bereitgestellten Links aufgesucht werden. Informationen zur Fachanwaltsordnung und zum anwaltlichen Berufsrecht im Allgemeinen liefert die Bundesrechtsanwaltskammer.

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